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Samstag
14.00 - 18.00 Uhr















Konzeption These 62 e.V.

Konzeption These 62
"Der wahre Schatz der Kirche ist das allerheiligste Evangelium der Herrlichkeit und Gnade Gottes."
Dr. Martin Luther

Die kirchliche Welt sieht auf 500 Jahre Reformation zurück. Der Thesenanschlag Dr. Martin Luthers 1517 bewegte die damalige Welt. Was bewegt die Menschen heute, ob konfessionell gebunden und/oder kommerziell interessiert?

Was erwarten die Hunderttausende von Besuchern, die anlässlich des Reformationsjubiläums nach Wittenberg kommen?


"Das Jubiläum von 2017 gilt nicht Martin Luther, sondern der Reformation.
…diese Perspektive bringt die europäische, ja weltweite Bedeutung der Reformation in den Blick.
…Von entscheidender Bedeutung ist, dass durch die Reformation, die vor 500 Jahren angestoßen wurde, alle Seiten, die verschiedenen Zweige des sich ausbreitenden Protestantismus, aber auch der Katholizismus, fundamental betroffen und geprägt wurde.


Sich auf die Reformation zu besinnen, heißt evangelisch: sich auf das Evangelium von Jesus Christus zu besinnen – und damit auf die gemeinsame Grundlage christlicher Verkündigung. Luther wollte bekanntlich nicht sich selbst gefeiert wissen, sondern es ging ihm um die Botschaft von Jesus Christus. ...
Die Besinnung auf die Reformation kann so einen Anlass für gemeinsame Bemühungen, das Evangelium zu verkündigen, bieten. Wenn sich… die Konfessionen durch die reformatorische Botschaft gemeinsam darauf verwiesen sehen, das Evangelium von Jesus Christus neu und gemeinsam zu verstehen, besteht die Chance, dass das Reformationsjubiläum nicht Anlass für neue konfessionelle Selbstbehauptungsversuche gibt, sondern einen Impuls für neue, gemeinsame Verkündigung des Evangeliums gibt. …


Was 2017 ansteht, ist nicht nur ein Gedächtnis, sondern es ist und bleibt ein Jubiläum, das beiden Großkonfessionen Anlass gibt, sich über die gewonnene klarere Erkenntnis des Evangeliums zu freuen ...

In den Kirchen und in der Gesellschaft lohnt es sich, den „alten“ Fragen, die schon die Reformatoren bewegten, neu nachzugehen. ...

Die Fragen nach dem Glauben:
Welche Rolle spielt die Bibel? Wer kennt sie noch und richtet sich nach ihr?
Was heißt, Christus nachzufolgen mit seinem Blick auf Erniedrigte und Geringe und Notleidende?
Was heißt, aus der Rechtfertigung zu leben in einer Gesellschaft der Rechthaber? / Walser


Die Frage nach dem Leben in der Gesellschaft:
Was passiert, wenn Menschen sich an die Stelle Gottes setzen?
u.a. ständige Selbstüberforderung?
Was macht den Menschen zum Menschen? Leistung? Besitz? Leistung? Anerkennung? Oder doch die Zuwendung Gottes?
Was lernen wir aus den dunklen Seiten der Reformation?
Umgang mit Juden, Bauern, Täufern, Bindung an den Staat .“

(Zitate aus: „Führungen in Gottes Land“ von Dorothea Wendebourg, Volker Leppin u.a.)

Ergänzende Fragen:
Können wir die Gedanken und Glaubensäußerungen der Lieddichter der Reformation nachvollziehen?
Wie drücken wir heute Lobpreis und Anbetung zu dem Gott der Bibel aus?
Welche Stärke liegt im gemeinsamen Bekenntnis unseres Glaubens?
Wie können wir Aussagen der Bibel praktisch anwenden?

All diesen Aussagen und Fragen können wir in der These 62, einem überkonfessionellen Ort der Begegnung mit freundlichem und gemütlichem Ambiente, nachgehen.


Geplante Angebote sind:
- Gespräche über den Glauben zur Ermutigung im Alltag und in der kirchlichen Arbeit
- Referate zu verschiedenen biblischen Themen
- Die kleine Bühne – Theat/er/leben
- Autorenlesungen
- Die Bibel mit anderen Augen lesen
- Filmabende
- Gemeinsames Gebet, Segensgebet, Fürbitten
- kleine Podiumsdiskussionen
- altes Liedgut neu entdecken – Vergleich mit neuem Liedgut
- Gemeinsam Schätze teilen


Wir möchten den vielen Touristen aus aller Welt, die Jahr für Jahr Wittenberg besuchen, auch jedem Pfarrer, der mit seiner Konfi-Gruppe zum Reformationsfest nach Wittenberg kommt, Gelegenheit geben, mit uns gemeinsam der These 62 wieder neu auf die Spur zu kommen: Was würde Reformation anhand dieser These heute bedeuten?

Wir empfinden die Aussage Martin Luthers in der These 62 als eine entscheidende Hilfe, wieder über die Grundlagen des Evangeliums und das damit verbundene Leben zeitgemäß mit Christen und noch nicht Glaubenden zu reden. Der Schatz der Kirche – das Evangelium von Jesus Christus – soll die christlichen Kirchen auch in unserem Jahrhundert von innen heraus erneuern und beleben.

Es ist an der Zeit, diesen Schatz wieder auszugraben, um das gesellschaftliche Leben der Stadt zu beeinflussen und zu verändern, wie dies während der Reformation durch Luthers Wirken in der Stadt der Fall war. Darum ist es uns auch ein Anliegen, mit den Bürgern Wittenbergs über diese These Luthers ins Gespräch zu kommen.

Wir feiern 500 Jahre Reformation. Sollte da nicht diese Aussage in kirchlichen und gesellschaftspolitischen Zusammenhängen wieder an Bedeutung gewinnen?

Die gemeinsame Grundlage der Mitarbeiter der „These 62“, die sich aus Mitgliedern verschiedener christlicher Kirchen Communitäten zusammensetzt, bildet das Apostolische Glaubensbekenntnis:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,
und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben.

Das Team der These 62


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